Heavenward

Sa. 24.01.2026, 19:00 Uhr

Johanneskirche, Heidelberg-Neuenheim

So. 25.01.2026, 19:00 Uhr

Christuskirche, Heidelberg-Weststadt

Der Anglistenchor Heidelberg lädt herzlich zu zwei Konzerten am Samstag, 24. Januar um 19:00 Uhr in die Johanneskirche in Heidelberg-Neuenheim, und am Sonntag, 25. Januar um 19:00 Uhr in die Christuskirche in Heidelberg-Weststadt ein.

Unter dem Titel Heavenward spiegelt das Programm das menschliche Streben und die Sehnsucht nach dem Himmel wider. Aus unterschiedlichen musikalischen Blickwinkeln geht es um den Weg zu Gott, um Frieden und Geborgenheit – und um verschiedene Vorstellungen dessen, was „Himmel“ bedeuten kann.

Majestätisch eröffnet wird der Abend mit Josef Rheinbergers Dein sind die Himmel, das Gott als Herrn über Himmel und Erde preist. Im Kontrast dazu rückt Rudolf Mauersbergers Herr, lehre doch mich die Endlichkeit des Menschen in den Mittelpunkt. Max Reger gibt darauf in Im Himmelreich ein Haus steht eine tröstliche Antwort: die Zusage eines Hauses bei Gott, die Hoffnung schenkt.

In Gustav Holsts Nunc dimittis findet der Diener Gottes Erfüllung, nachdem „sein Auge das Heil gesehen“ hat – und kann nun in Frieden sterben. Der Text bezieht sich auf das Loblied des Simeon aus dem Lukasevangelium, der im Tempel den verheißenen Messias erkennt.

In der Mitte des Programms erklingt Ernst Peppings Motette Jesus und Nikodemus. Sie greift das Nachtgespräch aus dem Johannesevangelium auf: über Wiedergeburt, Geist und Licht. Wiedergeburt erscheint hier als geistliche Erneuerung – als „Geburt aus dem Geist“ – und damit als Voraussetzung für den Weg ins Reich Gottes. Der Himmel ist in dieser Perspektive weniger Ort als geistliche Wirklichkeit. Zugleich entsteht ein spannender Bezug zu Holsts Nunc dimittis: Dort hat Simeon gesehen – hier beginnt Nikodemus zu verstehen.

Auch in der schlichten Weise Ich wollt, dass ich daheime wär klingt Sehnsucht nach Ewigkeit an: „Daheim“ steht sinnbildlich für das Himmelreich und die Geborgenheit in Gott.

Höhepunkt und Abschluss bilden Hubert Parrys Songs of Farewell – sechs abwechselungsreiche Motetten auf Texte britischer Dichter wie Donne, Vaughan und Stevenson. Entstanden vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und geprägt von persönlichen Verlusten wie dem Tod zweier hochbegabter Schüler und Parrys eigener Krankheit, spricht diese Musik nicht in großen Gesten, sondern mit stiller, reifer Ernsthaftigkeit.

So stehen die Songs of Farewell am Ende nicht als endgültige Antwort, sondern als Raum des Loslassens. Im Zusammenspiel mit Holst, Rheinberger, Reger und Pepping spannt das Programm einen Bogen von Suche und Sehnsucht bis zur Heimkehr zu Gott – heavenward

Die musikalische Leitung hat Alexander Albrecht.

Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.

Unterstützt durch:

Wir freuen uns über die Unterstützung des StudierendenRat der Universität Heidelberg zu diesem Konzert!

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